"... Das schmucke Haus Elisabeth
Hat Zimmerchen, so hübsch und nett..."

Von Haus Elisabeth zu Katharinas Ferienhaus

Von Haus Elisabeth zu Katharinas Ferienhaus

Gästebucheinträge aus den 1930ern illustrieren die Anfänge vom Ferienbetrieb im "blauen Haus"

Die Entwürfe für den Bau des Hauses stammen aus dem Jahr 1930. Der Urur- beziehungsweise Urgroßvater der jetzigen Inhaber, Max Bock, hat es zusammen mit seiner zweiten Frau Emma Bock, geborene Gutschmit, gebaut. Sie nennen es "Haus Elisabeth".

Zwei Gästebücher erzählen von den Aufenthalten bei "Mutter Bock" zwischen 1936 und Anfang der 1950er. So schreibt Familie Peglow im "Aujust 1936":

"Nischt schöneret gibt et ohne Frare
Als wenn man seine Ferientare
Bei Mutter Bock vabringen tut,

Denn det jibt Kraft un frischen Mut,
jawoll!!"

Und drei Freundinnen, die einen Urlaub ganz "nach unserm Wunsch" verbringen, denken

"... immer voll Dankbarkeit
(...) an die schöne Zeit
und wollen gern einmal wiederkommen

zu Mutter Bock, die uns so herzlich aufgenommen."

Zu DDR-Zeiten übernimmt das Gemeindeamt Prerow die Verwaltung, ohne dass es zu einer Enteignung kommt. Der Ferienbetrieb ruht vorübergehend, stattdessen werden vom Amt für Wohnraumzuweisung über die Jahre verschiedene Mieter hier einquartiert.

Kinder haben Max und Emma keine, und so erbt Max' Enkel Heinz Bock, der Sohn von Max' erstgeborenem Sohn aus erster Ehe (auch der hieß Max), das Haus nach Emmas Tod im Jahr 1954.

Nach dem Fall der Mauer 1989 und der Wiedervereinigung 1990 beschließen die Erben – Katharina Bock, die Witwe von Heinz Bock, und zwei ihrer Kinder, Manfred Bock und Rita Jansen, geborene Bock – den Ferienbetrieb wieder aufzunehmen.

1994 ist es soweit: Nach aufwändiger Renovierung eröffnet "Katharinas Ferienhaus" nach über vierzig Jahren wieder als Feriendomizil auf dem Darß.

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